Walter Moers

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Der Roman erschien in der Übersetzung von Ryszard Wojnakowski im Mai 2007 im Verlag s³owo / obraz terytoria in Gdañsk, 695 S.
(Originalausgabe: Eichborn Verlag, Frankfurt am Main, 1999)


Walter Moers, als Comic-Zeichner berühmt geworden, hat den Kontinent Zamonien entdeckt, eine Phantasie-Welt, in der Käpt'n Blaubär sein spannendes, gefährliches und vergnügliches Leben führt. Klein und nackt treibt der kleine Blaubär in einer Walnussschale im Ozean, er lebt unter den Zwergpiraten, er entdeckt - grösser werdend - die Phantasiewelt Zamoniens, er beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der er auf unglaubliche Erfindungen stösst, Gefahren meistert und Prüfungen besteht. Ein Blaubär - erklärt Walter Moers - hat 27 Leben. Hier, auf hunderten von Seiten, erzählt und zeichnet er die Hälfte des Lebens: 13 1/2. Der Leser wird vom Sog der Moersschen Phantasie auf den Kontinent Zamonien gespült, er wird Zamonier, er träumt sich in eine skurrile Welt hinein, die Gesetze ausser Kraft setzt und Wunder möglich macht.

Walter Moers wurde 1957 geboren und lebt in Hamburg. Zunächst betätigte er sich als Gelegenheitsarbeiter, begann dann eine kaufmännische Lehre und brachte sich selbst das Zeichnen bei. Er hat weder eine Graphikerausbildung noch ein Kunststudium absolviert. Seine bekanntesten Comic-Figuren sind "Das kleine Arschloch", ein altkluger und respektloser kleiner Junge, der den Erwachsenen grundsätzlich überlegen ist, "Der alte Sack", ein Rentner im Rollstuhl, der seine Umgebung auf sarkastische Art kommentiert, "Adolf, der Nazi", eine absurde und gewagte Interpretation von Adolf Hitler.
Zu den fiktiven Zamonien-Romanen gehört neben Die 13 1/2 Leben des Kapt'n Blaubär der Roman Ensel und Krete, den Moers aus der Perspektive des zamonischen Autors Hildegunst von Mythenmetz erzählt, sowie Rumo & Die Wunder im Dunkeln und Die Stadt der träumenden Bücher. Dem Roman Wilde Reise durch die Nacht legt Moers 21 Illustrationen des französischen Zeichners Gustave Doré zugrunde, um die er die Geschichte konstruiert - also eine Umkehrung des Prinzips der Illustration.

Der notorisch öffentlichkeitsscheue Schriftsteller erhielt 2005 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar. Er erschien nicht bei der Preisverleihung und liess im Namen des zamonischen Dichters Hildegunst von Mythenmetz eine Dankesrede verlesen. Sein groteskes Verwirrspiel gipfelte in einem der seltenen Interviews, die er gewährte, in der Aussage: "Meine Bücher werden nur von blinden Lektoren lektoriert, denen man die Zunge herausgerissen hat, und mein nächstes Buch hat ein Lesebändchen aus gepresstem Uran." Die Bücher von Walter Moers sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden und erscheinen in Millionenauflagen, u.a. auch in den USA.

Rezensionen:

1.


Agnieszka Wolny-Hamka³o, Ein höllisches Lied, "Polityka", 20.7.2007

2.


Ich liebe das Lachen und den Schrecken, Max Fuzowski im Gespräch mit Walter Moers, Dziennik, Beilage "Kultura", 10.08.2007

3.


Max Fuzowski, Ein Bär im Ideenkleid, "Dziennik", Beilage "Kultura", 10.8.2007"

4.
Tomasz Kupiecki, Postmoderner La Fontaine, "Newsweek ",26.8.2007
5.
£ukasz Orbitowski, Bärenabenteuer - Walter Moers wahrlich psychedelischer Roman für Kinder, "Przekrój" 2007
6.
Anna Maria Czernow, Es lebe der König der Lügengladiatoren!, Monatsschrift "Nowe Ksi±¿ki", Nr. 9/2007
7.
Pawe³ Matuszek, Lügenmärchen, "Nowa Fantastyka", 7/2007
8.
Maria Drozdek, Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Portal katedra.nast.pl, 28.9.2007
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